Enduro bei heca.ro 2014
Endurourlaub 2014
In der vergangenen Woche war ich (Tobi) mit fünf Endurofreunden im Urlaub. Da Emy keine Zeit hatte und uns Marius von www.heca.ro wärmstens empfohlen wurde sind wir nach Ghioroc in die Nähe von Arad gefahren.
10. Mai 2014
Abfahrt war für mich kurz nach 12 Uhr. Erfreulicherweise hat mich Rolf abgeholt. Wir haben nur schnell die Klamotten in den Bus geschubst und sind gestartet.
Die anderen sind erst gegen Abend los und haben sich am Rasthof Spessart bei Würzburg getroffen.
Wir haben unterwegs zum Tanken, Rauchen und Pinkeln angehalten.
Der Bus hat einige Vorteile. Zum einen ne Gasanlage, zum anderen nen langen Radstand und nen ganz praktischen Ausbau mit Bett an der Seite. Während die Gasanlage mangels Adapter für ausländische Zapfsäulen später nutzlos war, war die Matratze im Heck nach langer Fahrt sehr willkommen.
Alpenausläufer:
Donau - welche man sicher fünf mal überquert auf dem Weg nach Südost.
Und die erste Schlafpause im Heck
Später konnte ich mich hinten ausstrecken und Rolf hat sich vorn gefoltert. Das wär nix für mich gewesen - Danke!
Endlich nach ca. 21h Fahrt mit einigen Stunden Rast in Ungarn waren wir da.
Es bot sich uns zuerst ein Blick auf den Prolog des King of the Hills Race von 2013:
Die Pension war nicht berauschend, aber okay. Die Zimmer waren recht klein und die Moppeds müssen in den Hinterhof. Eine Werkstatt oder vergleichbares gibt es nicht.
Wir sind mit den Bedingungen jedoch trotz des miesen Wetters guut zurecht gekommen. Das Personal ist freundlich das Essen top und Schraubmöglichkeiten für die Moppeds finden sich schon. Auch der Balkon an unserem Zimmer war in den ersten zwei Tagen sehr praktisch.
Leider habe ich keine Bilder vom Zimmer gemacht.
Gegen Nachmittag trudelte der Rest der Truppe ein und auch der Guide -Marius- kam am Abend rum um uns zu begrüßen.
Marius hatte sein Mopped auf dem Hänger dabei. Eine 14er Racing Gasgas 300er. Im Wald augenscheinlich ein super Mopped. An der Kiste musste dennoch nach Ollis Gasi am meisten geschraubt werden.
Nach einem recht kurzen Abend ging es voller Vorfreude in die Falle.
Morgens erwartete uns ein ganz vernünftiges Frühstück und dann ging es auch schon in den Wald. Die Berge sind sehr nah an der Pension und das Tempo das Marius angeschlagen hat war ordentlich.
Leider habe ich von den anspruchsvollen Teilen keine Bilder gemacht. Ich kann mich aber noch lebhaft an eine fiese Auffahrt mit kurzer Anfahrt und einem kurvigen Einstieg erinnern. Nur Olli und Stefan haben es bis nach oben geschafft. Das später folgende Bachbett und vor allem die Ausfahrt mit langen schrägen Steinplatten haben mich auch gut fertig gemacht.
Zur speziellen Quälerei gab es gegen Ende des Tages noch eine Passage des Rennens die bis auf Jarvis wohl niemand ohne Stopp gemeistert hat. Olli, Rolf und Stefan haben sich jedenfalls gut darin geschunden.
Dem Rest bot sich ein guter Ausblick.
Im nächsten Waldstück mussten die Gasgas beschraubt werden. Bei Olli passte die Bedüsung nicht und bei Marius hatte sich eine Schraube des Heckrahmens verabschiedet.
Nach vergeblichen versuchen eine passende Schraube zu finden bzw. die einzig passende zu reparieren(!) ging es weiter.
Da wir recht spät in der Pension ankamen hieß es schnell die KLamotten aufzuhängen und dann zu Abend zu essen.
Die Mahlzeiten bestehen immer aus Suppe, Hauptgericht+Salat und Nachspeise. Es hat eigentlich allen geschmeckt, nur Chris hat uns mit seiner Abneigung gegen Hühnchen erheitert :-)
Mit vollem Magen ging es wieder an die Moppeds...
Bei dem einen neues Öl und Kupplung, bei anderen neue Reifen...
Am zweiten Morgen erwartete uns gutes Wetter und nahezu perfekte Bodenverhältnisse. Daran htten wir uns sicher gewöhnen können...
Nicht weit von der Pension gab es ein wahres Kletterparadies für Enduros. Auffahrten en masse in verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Wir haben uns dort recht lang aufgehalten und irgendwann hat sich Olli die Kupplungsleitung abgerissen. Er nahm es mit Humor, fuhr mit dem Guide zur Pension, verbaute eine Ersatzarmatur und war nach nichtmal einer Stunde zurück!
Vom Bachbett auf dem Weg ins Paradies hab ich Bilder - vom Rest leider nicht.
Als alle wieder versammelt waren fuhren wir weiter Richtung Lipova zur Burgruine. Der Weg war top!
Das Highlight des Tages war eine nah gelegene Auffahrt. Im Rennen war diese den Pros vorbehalten und Marius erzählte, dass er dort den Checkpoint betreut hatte und noch nie so viele Bikes durch die Luft habe fliegen sehen.
Nachdem ich mich als erster die Chickenline hinaufgequält hatte war die Strecke frei für die Anderen.
Das müsste Björn sein - ebenfalls Chickenline, aber ohne Hilfe!
Olli und Rolf haben mit Ihren teilweise wahnwitzigen Aktionen beste Unterhaltung geboten.
Während Olli eigentlich fast oben war und dann spektakulär und zum Glück körperlich unbeschadet abstieg, quälte sich Rolf unter vollem Krafteinsatz über die Steinbrocken.
Ollis Stunt habe ich gefilmt. Mal sehen ob ich Zeit finde das zu schneiden. Das Mopped bedurfte jedenfalls einiger Pflege nach dem Abstieg.
Wieder waren wir spät an der Pension - für ein Späßchen war scheinbar trotzdem noch Zeit...
Der Start in den Mittwoch war reichlich spät. Zum einen waren wir alle recht kaputt vom letzten Tag. Wir hatten schließlich gut 11h hinter uns gebracht und zum anderen musste Ollis Bike gefixt werden. Der Heckrahmen war arg verbogen und brach beim anschließenden Versuch ihn zu richten.
Glücklicherweise kennt Marius Gott und die Welt und so war ein Schweißer leicht aufzutreiben. Nach der Rückkehr und Zusammenbau der Gasi sind wir dann in den vollen Regen gestartet!
Eine Riesensauerei. Aber Spaß hats trotzdem irgendwie gemacht...
Bilder gibt es kaum. Marius hat jedoch einige Videos gemacht. Mal sehen wie die sich auftreiben lassen...
Mittwoch giing es dann erst gegen 14:00 los und es regnete in Strömen!
Es ließen sich eigtl. nur Bachbetten fahren - alle Hänge waren völlig durchweicht und an Vorankommen war nicht zu denken.
Spaß hat das trotzdem gemacht. Die Bachbetten hatten es in sich und das Wasser wurde immer mehr...
Zwischendurch hat sich Marius seinen Kupplungsdeckel geschrottet - zum Glück liess sich das Loch mit Knetmetall trotz des Regens wieder flicken!
Absolutes Highlight war diese Stufe/Wasserfall. Das Biest war allein eigtl. kaum zu bezwingen. Olli hat es immerhin geschafft, dass das Motorrad oben lag. Um ein Haar wäre er jedoch wieder abgestürzt.
Mit vereinten Kräften haben wir es dann doch hochgeschafft.
Wir kamen erst gegen 20:00 wieder in der Pension an... Klatschnass und ziemlich verfroren.
Am Donnerstag hatte der Himmel wieder alle Schleusen geöffnet und so haben sich bis auf Olli, Marius und mich alle im Hotel verschanzt um zu entspannen.
Der Fahrtag war schön, aber anstrengend. Olli hat es sich nicht nehmen lassen an jeder Gelegenheit noch ne Extrarunde zu drehen. Aber er war schließlich im Training für die Romaniacs ;-)
Abends gab es ein echtes Highlight zu Essen - frittierten Fisch. Zur Vorspeise ein paar kleine Biester und dann Forelle.
Top Essen und sehr zu empfehlen. Die Köchinnen hatte am Vorabend gefragt worauf wir Lust hätten - meine Antwort: Fisch!
Am Freitag haben wir uns dann nochmal in die Berge aufgemacht, danach die Moppeds geputzt die Autos beladen und dann am Samstag nach dem Frühstück nach Hause gefahren.
Vorher gab es noch ein paar Bannerbilder:
Im Wald war wieder kämpfen angesagt....
Der Urlaub war toll, die Gruppe sehr homogen vom Fahrkönnen und vor allem immer gut drauf!
Zu Marius würde ich immer wieder fahren, guter Guide, netter Typ, gutes Essen in der Pension, kurze Fahrt ins Gelände... Leider sind die Zimmer nicht wirklich berauschend. Aber man kann ja nicht alles haben.
Rückfahrt... Ich freu mich schon aufs nächste Jahr...