• Sommerurlaub 2010 ( 3.01.2010 veröffentlicht in: Sommer 2010 )
    Das Jahr ist noch jung doch die Planung beginnt.

    Wohin geht es dieses Jahr? Wieder Paddeln? Wieder auf einem See? Wieder Schweden?

    Der Roxen? Der Vättern? Vielleicht die aus den Winnetou Filmen so bekannten Seen Kroatiens?

  • Der Bericht - Rund um die Ostsee (26.09.2009 veröffentlicht in: Rund um die Ostsee auf dem Moped - 2009 )

    Donnerstag 3. September


    Es stand eigentlich nur einmal Reifen wechseln an der Kati auf dem Zettel, danach sollte es nach Bielefeld gehen, so dass wir uns gut 100km Fahrt auf dem Weg nach Schweden sparen konnten.


    Leider haben wir aus Unachtsamkeit 3 Schläuche bei der Montage punktiert und letztendlich den vorderen  Schlauch/Reifen um 19.30 bei KTM Gerstmann in Hagen gewechselt. Um 21.00 ging es dann auf nach Bielefeld.

    Wie üblich regnete es auf dem Weg von Dortmund nach Bielefeld und ich hatte erste Gelegenheit über die Wasserdurchlässigkeit der Endurostiefel zu meckern. Die Tourenstiefel sind in dieser Beziehung wesentlich besser. Später haben sich die neuen Stiefel jedoch noch bezahlt gemacht - dazu mehr im Teil aus Estland...

    Erstmal alles trocknen:





    Freitag 4. September

    Nach einer ruhigen Nacht und bei inzwischen wieder sonnigem Wetter ging es gegen 10 Uhr Richtung Norden. Als vages Ziel hatten wir Südschweden im Auge. Sollte sich dies als zu ambitioniert herausstellen, so hatten wir Roskilde in Dänemark angepeilt.

    Bis Walsrode haben wir vermieden Autobahn zu fahren mussten aber leider feststellen, dass man nur sehr langsam vorankommt und letztendlich fuhren wir auf die A2 auf um Kilometer zu fressen.

    Erstm al auf nem Parkplatz orientieren:

























    Bis Puttgarden ging es dann bei guten 110km/h relativ zügig auf die Fähre. Das Ding kostet 47€ pro Mopped & Fahrer und dank ruhiger See brauchte man sich beim verzurren keine Mühe zu geben.

    KTM:



    KLR:



    Dänemark bewies sich wie schon bei den vorherigen Reisen als reines Transitland. Nichtmal getankt haben wir dort... Auch Fotos gibt´s nicht!

    In Schweden musste dann erstmal ne Karte auf Format für den Tankrucksack gebracht werden. Das Ding läuft leider recht schmal zu und die meisten Karten nehmen das Knicken und Falten bald übel.



    Die Schweden und auch die Finnen leisten sich einen für Motorradfahrer sehr praktischen Service. Jede Gemeinde hat am Anfang einen kleinen Infopunkt mit fest aufgestellter Karte auf ner Tafel und auch Karten in kleinem Maßstab zum mitnehmen. Das macht die grosse Karte oft überflüssig und ist beim Navigieren sehr hilfreich. Wir hatten als Ergänzung das Navi von Dreas dabei. (Garmin HCX Vista link )

    Das Wetter in Deutschland und Dänemark war bis dahin wirklich freundlich, in Schweden bekamen wir den ein oder anderen Schauer ab und es wurde verflucht kühl. An einer Tanke hab ich mir dann zwei Plastiktüten über die Socken gezogen, das hielt immerhin die Nässe ab.




    Ohne eine Ahnung wo wir schlafen sollten wurde es bei Höör (Genau der Ort den wir  insgeheim auf der Karte als Zielpunkt anvisiert hatten) dunkel und wir begaben uns auf die Suche nach einem Schlafplatz. Nach einiger nervenaufreibender Suche und der enttäuschten Erwartung in der Natur knacken zu können (Südschweden ist sehr stark landwirtschaftlich geprägt) fanden wir einen Campingplatz, wunderten uns über den Aufmarsch alter Amischlitten, checkten ein und bauten das Zelt auf.



    Schnell bekamen wir heraus, dass zur Zeit ein grosses Treffen von Freunden alter amerikanischen Autos und Camper stattfand. Das bescherte uns eine unruhige Nacht, röhrende V8 Motoren und wenigstens einige optische Highlights am Zeltplatz.

    Nach dem kompletten Fahrtag mit nur 2 Nutellabrötchen freuten wir uns auf unsere Mahlzeit vom Gaskocher.

    Jonas: "Wirf mal den Kocher rüber"
     - Wurf-
    Jonas: "Der is aber leicht"
    Tobi: "Kann nich, hab zuhause ne neue Kartusche reingeschraubt"

    Tjoa, der war wohl nicht ganz zugedreht. Also fiel das Essen flach und das schwedische Leichtbier konnte zumindest ansatzweise Wirkung zeigen.

    Nach wie gesagt sehr unruhiger Nacht - ich bin erst gegen 3 Uhr eingeschlafen - starteten wir dann gegen 9 Uhr und ließen vorher aus Rache viel länger als nötig die Moppeds warmlaufen.

    Samstag 5. September

    Frühstück gab es dann auf einem Supermarktparkplatz. Brötchen mit Schinken, Pfirsiche und ne Milch. Leider hatten wir uns bei der Sorte vertan - Rosinenbrötchen mit Schinken! Egal!



    Kurz darauf die lang ersehnte erste Schotterstrasse. Endlich...



    Mittagspäuschen im Wald - natürlich mit Rosinenbrötchen und Schinken.



    Ein für uns zu diesem Zeitpunkt noch unglaubliches Bild. 70 km/h auf Schotter?! Utopie (noch). Im Baltikum gelten meist Limits um die 90 km/h.



    Und nach einigen weiteren Stunden auf dem Bock kamen wir in Torpön am Sommen an!

    Das Pils (wie immer im Auto aus Holland sellbst importiert - die haben da keinen Dosenpfand. In Schweden hat die Suppe meist nur 2,8 Umdrehungen und ist recht teuer) hatten wir uns nach gut 1150 km wohl verdient.

































    Soviel von der Anreise. In den folgenden Tagen stand das Paddeln auf dem Plan, hierzu gibt´s einen separaten Bericht im Blog. Die Moppeds konnten wir glücklicherweise unter einer Plane am Restaurant des Bootsvermieters unterstellen.

    Dieser sei hier wärmstens empfohlen! link


    Samstag 12. September

    Zum Paddelbericht geht es hier entlang Sommen 2009 in Schweden

    Während die beiden Dortmunder wieder in Richtung Deutschland aufbrachen stand für uns die Wiederaufnahme des Weges nach Norden auf dem Zettel.

    An das erste Gefühl nachdem wir nun wieder nur noch zu zweit waren kann ich mich gut erinnern. Die Vorfreude war gross aber etwas mulmig war mir doch zumute, schliesslich verliessen wir das uns bekannte Terrain.




    Auf dem Parkplatz direkt vor dem Campingplatz musste ich die einzig vorgenommene "Reparatur" wieder zurückbauen. Ich hatte den Schalthebel wegen der klobigen Stiefel etwas nach oben versetzt. Bereits der erste Schaltvorgang machte aber klar, dass etwas ein bisschen zu viel des Guten war. Ich kam nicht über den Leerlauf hinaus. Also waren Rückbau und schwatte Finger angesagt.


    Die Fähre hatte es nicht weit und auf der anderen Seite des Sommen wartete bereits eine Gruppe Motorradfahrer - darunter auch eine KLR 650 Tengai, mein erstes Mopped -! Die Insel bietet übrigens wirklich schöne, enge Kurven und lädt ein zum Fahren.



    Wie weit wir fahren wollten war beim Start noch ungewiss. Priorität hatte zunächst einige Schotterstrassen unter die Reifen zu kommen. Das gelang gut verlangte aber an den meisten Kreuzungen nach einem kurzen Blick auf die Karte.



    Irgendwann fiel die Entscheidung, dass wir versuchen wollten bis Stockholm zu kommen um einen Blick auf die Stadt zu werfen. Unterwegs gab es noch zwei Fähren die glücklicherweise nicht lang auf sich warten ließen und die Zeit für kleinere Pausen boten.


    Zwischendurch eine geteilte Pizza vom örtlichen Schwed-o-türken.



    In Stockholm angekommen machten wir uns erstmal auf die Suche nach einem Campingplatz. Der erste den  wir dank des Navis fanden lag an der Stadtautobahn und glich vielmehr einem Schrottplatz für Wohnmobile! Also Arsch zusammenkneifen und den nächsten anfahren. Der war aktzeptabel aber auch nicht gerade Güteklasse 1... 

    link 

    Schnell das Zelt auf knochenhartem, steinigem Boden aufgestellt und wieder rauf aufs Mopped um noch etwas von der erhofften Schönheit Stockholms mitzubekommen. So richtige Begeisterung von der Stadt wollte aber nicht aufkommen. Die Motorräder standen schlecht und verbotenerweise irgendwo geparkt, alle Leute waren chick angezogen und wir hätten in unserer Montur vielleicht betteln gehen können. Dazu wollte Jonas ständig Fotos machen und wir waren hungrig. Mit den Fotos ist es immer dasselbe, ich meckere erst und freue mich später sehr darüber!




    Die Stadt ist wirklich schön und wohl einen zweiten Besuch unter normalen Umständen wert.

    Leider fing es bald an zu regnen. Was erst ein kleiner Schauer zu sein schien entwickelte sich als dauerhafte Plage. Bei der Abfahrt zum Campingplatz zog ich die Regenkombi in Erwägung erntete aber nur ein müdes Lächeln von Jonas und fuhr in der sackschweren Carhartt Hose los. Das Navi im Tankrucksack schaltete ständig das Licht ab und statt über die Schnellstrasse gondelten wir eine pissnasse halbe Stunde Richtung klammen Zelt! Dort angekommen waren wir von unserer Unternehmung nicht mehr gänzlich überzeugt.

    Skeptische Blicke und zaghafte Eintragungen im Reisetagebuch:

    "Ordentlich nass geworden und dann noch am Zelt die Kati umgefallen. So sollte es nicht weiter gehen"

    "Werd wohl nichtmal mehr mein zweites Bier trinken und hoffentlich gut pennen. Tobi hat sogar ne nasse Boxershort. Bis morgen..."

    Die Nacht im Zelt sollte unsere letzte gewesen sein. Sie verlief bis auf die mitten in der Nacht heimkommenden Stockholm Feierer recht ruhig und endete am Morgen des

    Sonntag 13. September

    Auf zu den Aland-Inseln - so das Vorhaben für diesen Tag.

    Wie immer wussten wir morgens nicht wie weit wir kommen würden oder wo wir abends zu landen gedachten. Nur soviel war klar: Die Campingsaison endete dieses Wochenende und wir wollten nicht noch eine nasse Nacht im Zelt verbringen. Als ideal stuften wir demnach eine Nacht in einer Stuga (Hütte) mit Heizung und einen regenfreien Fahrtag ein...

    Die Fähre auf die Aland Inseln im Schärenmeer und somit unsere Abkürzung um die Ostsee wollten wir in Grisselhamn entern und vorher noch etwas Schotter unter die Reifen bekommen. Abseits der Strasse bot sich uns dann dieses Bild...





    Vor der Matschpiste warnte ein Schild mit Aufschrift "Endurobana" - Verbote gab es gnädigerweise keine! Auch war der Abschnitt leider sehr kurz und bereitete keine grösseren Schwierigkeiten.




    Am sehr provinziell anmutenden Fährhafen mussten wir feststellen, dass die Fähre gerade abgefahren war. Dies bot uns die Möglichkeit die in Stockholm durchnässten Sachen zum Trocknen aufzuhängen und vorher eine Pizza zu essen ( Nebenbei lief die Wiederholung von  BvB (1) - Bayern (5)).


    Angekommen auf der Insel fanden wir einen letzten Campingplatz der erst an ebenjenem Abend die Saison beendete. Wir bekamen die so sehnlich erwünschte Hütte, einen Burger und ein Bier und waren obendrein die absolut einzigen auf dem ganzen Platz! Nach 20 Uhr wurde es geradezu gespenstisch.

    Eine Überraschung barg das Reisegepäck. Unwissenderweise hatten wir uns nichts dabei gedacht Bierdosen in den Koffer zu stopfen. Leider  sind die Vibrationen der KTM so stark, dass die Dose a) einen fein gedengelten neuen Rand bekam und b) geplatzt ist!



    Damit war Jonas Schlafsack ordentlich befeuchtet. Meine ob der trockenen Schlafstelle nicht ganz so verwerfliche Schadenfreude hielt allerdings nur bis wir feststellen mussten, dass auch die KLR eine Carlsbergdose in meinem Gepäck zum platzen gebracht hatte... Also Heizung aufgedreht, Schlafsack an der frischen Luft aufgehängt und die Karten auf dem Boden trocknen!



    Der Rest der Nacht verlief trocken, ruhig und angenehm...


    Montag 14. September

    Aufgrund der Zeitumstellung auf den Inseln mussten wir schon um 7 Uhr aufstehen um die Fähre zu erreichen. Pünktlich erreichten wir diese auch am Anleger. Es bedurfte aber einer gehörigen Portion Glück, dass uns der Kassierer auf den Dampfer fahren liess. 24€ kostete die Überfahrt, wir hatten 14€  - die sonst immer akzeptierte Kartenzahlung war nicht möglich. Letztendlich durften wir aufs Schiff und konnten da den fehlenden Betrag im Shop per Karte zahlen.



    Die ständigen Überfahrten begannen allmählich zu nerven. Die Biester sind einfach langsam und zeitraubend. Was erst noch eine Wohltat für Hinterteil und Rücken war entwickelt sich zur drögen Warterei.

    Schlafen hilft:



    Wieder auf der Piste versucht sich Jonas mit Fahrfotos. Irgendwie ist die KLR n bissl zu klein für mich... Der Kniewinkel wär auch auf einer Sportmaschine nicht gross anders.



    Angekommen auf dem finnischen Festland stand schnell fest, dass wir es wohl bis Helsinki schaffen würden. Die Fahrt dahin war verflucht öde - die von einem einheimischen Moppedfahrer angepriesene Küstenstrasse stellte sich als langweilige Bundesstrasse heraus und bedeutete obendrein noch einen gehörigen Umweg.

    Zwischendurch hab ich nen Liter Öl für die KLR gekauft um nicht immer die 25€/l Suppe von Jonas verfeuern zu müssen. Insgesamt pendelte sich der Ölverbrauch bei ca. 350ml auf 1000km ein. Das ist ok.



    In weiser Voraussicht hatten wir vorgesorgt und per SMS von Bensch erfahren, dass es im Olympiastadion von Helsinki ein Youth Hostel gibt. Dieses steuerten wir also an.

    Ausser im Schlafsaal waren keine Plätze verfügbar, so dass wir uns zähneknirschend darauf einliessen - immerhin kostete das pro Nase und Nacht ohne Frühstück satte 20€!

    Zunächst war nur ein Franzose mit uns im 12 Bett Zimmer. Bernaud. Er kam aus Toulouse und plante nachdem er in Tallinn seinen Ford verkauft hatte mit Bus und Bahn in die Mongolei zu reisen. Ganz allein, mit 7000€ und unbegrenztem Zeitfenster. Sein Zelt hatte er bereits weggeschmissen und schon 2 Pakete mit ihm überflüssig erscheinenden Sachen nach Hause geschickt. Zitat: " I´m no Sportsman"


    Die Herberge:



    Abends machten wir uns auf den nicht ganz kurzen Weg ins Stadtzentrum. Besonders beeindruckend war es nicht. Nachhaltig schockiert haben die Preise für Bier. Im Supermarkt kostete das kleine Sixpack Bier satte 10€ plus Flaschenpfand. Vor diesem Hintergrund verständlich war ein Bild das sich uns am nächsten Morgen auf der Fähre bot. zwei Frauen mit vier grossen Bier um 10Uhr! Brrrrrr...

    Die Nacht war ziemlich unruhig, letztendlich fanden sich weitere vier Mann im Schlafsaal ein und einer davon schnarchte sensationell laut. Jonas stakste durch den Schlafsaal und konnte den Typen glücklicherweise zur Ruhe bringen.

    Dienstag 15. September

    Nach der etwas unruhigen Nacht konnten wir noch duschen und kurz ins Internet um dann Richtung Fährhafen aufzubrechen, dies sollten gute 4km sein. Die Hinweisschilder hatten wir bereits am Vorabend erspäht. Die Moppeds hatten die Nacht ebenfalls trocken überstanden.


    Aus den erwarteten 4km wurde ein waschechter Horrortrip. Uns erwartete natürlich der wohl überall gleiche ätzende Großstadtverkehr zur Rushhour, dann eine völlig bescheiden ausgeschilderte Umleitung mit obligatorischem Verfahren. Als nächstes ein kurzer Abstecher auf die Autobahn in vollkommen falscher Richtung weil ich nicht verbotenerweise wenden wollte und dann die Rückfahrt auf selbigem Autobahnstück durch den Stau auf der Busspur!

    War das beschissen!

    Zeitdruck, Stau, Stress und jede Menge Geschrei unterm Helm. Wäre Zeit dagewesen hätten wir uns im Stau gekloppt...

    Irgendwie schafften wir es dann doch noch zur Fähre, mussten jeder 54€ löhnen und noch etwas bis zum Start warten. Einen grossen Vorteil hat es als Moppedfahrer unterwegs zu sein. Man geniesst den sonst teuren first class Service beim Einfahren auf die Fähre und muss nicht in der Schlange warten. Dies sicherte uns einen schönen Platz am Heck des Schiffes.

    Die Moppeds waren wie immer nur schlecht gesichert. Der Spanngurt ist eher Alibi als Sicherung. Glücklicherweise hatten wir bei jeder Überfahrt bestes Wetter ohne Seegang.

    Unter Deck...


    Auf Deck...




    In Tallinn angekommen wartete der obligatorische Stadtverkehr auf uns, die Moppeds standen schlecht und verboten geparkt und zu allem Überfluss liess Jonas die Jacke einfach auf der Sitzbank liegen... Das liess mich den Ausflug wenig geniesses, war ich doch überzeugt, dass irgendein Zigeuner alles klauen würde!

    Die Stadt an sich ist schön!

    Kleine Gassen, alte Häuser und , zumindest die Altstadt, recht klein.





    Das Mittagessen war hingegen ein echter Reinfall. Zwei Burger die kaum geniessbar waren, dazu machte der Verkäufer mit seinem Kollegen Witzchen darüber, dass Jonas keine Tomaten, aber Ketchup haben wollte - als ob man das nicht verstehen würde. Spacko!


    Sowohl das Essen als auch aufziehende dunkle Wolken beschleunigten unseren Aufbruch. Alle Sachen waren natürlich an Ort und Stelle geblieben und mein Misstrauen unbegründet! Ohne zu zahlen verschwanden wir vom Parkplatz und aus der Stadt.

    Am Rande einer Bundesstrasse war eine kleine Rallyestrecke mit umherschleichenden e30 BMW´s...



    Der Eindruck war ansonsten eher schlecht. Fast alle an der Strasse gelegenen Häuser und ehemaligen Kolchosen waren verfallen, schäbig und alles andere als sehenswert.

    Nach kleineren Streitigkeiten wegen der Fahrt über grössere und schlecht asphaltierte Bundesstrassen suchten wir uns Nebenstrassen. Leider hatte das Navi nur rudimentäre Kenntnisse der baltischen Staaten. Nur die Hauptstädte und Autobahnen waren Teil der Karte.

    Nach verlassen der grossen Strassen bot sich eine vielfältige Auswahl an Schotterstrassen mit verschiedensten Beschaffenheiten. Es gab groben Schotter, feinen Schotter, tiefen oder festen, verspurten und welligen Untergrund. Noch ziemlich eiernd gewannen wir mit den Kilometern immer mehr Sicherheit. Der Trick ist sich möglichst weit vorn auf den Tank zu setzen, so dass das Vorderrad mehr Grip bekommt. Hinten dreht´s eh ständig durch...

    Hier einige Eindrücke von der Strecke:







    Gesäumt von verfallenen Gebäuden und maroden Stromkästen





    Endlich Ostsee!


    Langsam begann es zu dämmern und wir beschlossen uns auf die Suche nach einem Dach für die Nacht zu machen. Vorher platzten wir in diesen kleinen und sehr typischen Laden um etwas zu essen und zu trinken zu kaufen. Wir wurden angeguckt als seien wir von einem anderen Stern!



    Jonas war inzwischen schon zu faul die Kati immer auf den Hauptständer zu hieven... Alehnen war die Devise.



    Eine Unterkunft zu finden war glücklicherweise recht einfach. Zwar war auch hier die Saison eigentlich vorbei, aber zwei Angestellte wohnen scheinbar auch ausserhalb der Saison auf dem Gelände und nach einem Telefonat mit der englischsprechenden Eigentümerin war uns eine urige estische Behausung sicher.
    Wie wir erwartet hatten waren wir wieder einmal die einzigen Gäste. Die Zimmer waren klein, das Bad auf dem Flur und der Preis müsste auch angemessen gewesen sein.



    Der Schäferhund hätte uns beinahe weitergejagt! Das Biest hat sich die Seele aus dem Hals gebellt und schien uns unbedingt und auf der Stelle fressen zu wollen. Wie sich später herausstellte war er alt, verschmust und völlig harmlos...



    Das Zimmer... Die Matratzen hatten wunderbar piekende Sprungfedern - ein Genuss! Achja die Pflaumen und Äpfel auf dem Tisch hatten uns die zwei nebenan wohnenden Damen gesponsort. Sehr aufmerksam!


    Der Sonnenuntergang an der Ostsee... Eigentlich wollten wir den vorher gekauften Fisch essen, leider war der ziemlich ungeniessbar.




    Fürs Posen jedoch wie geschaffen...



    Der Tag hatte uns ordentlich geplättet! Die vielen Schotterstrassen erfordern doch erhöhte Aufmerksamkeit. In den ersten Kurven hatte ich noch den Fuss rausgehalten um so vermeintlich bessere Kontrolle zu haben.

    Pustekuchen! Mir hats fast den Fuss abgerissen als ich irgendwie in nem Schlagloch hängen geblieben bin. Erst hatte ich befürchtet, dass mein Bein bzw. Fuss was ernstes abbekommen hatte. Alles war taub. Der linke Stiefel ist noch schön rund, der rechte geplättet... Nix passiert und was gelernt!



    Unschlagbar ruhig und dunkel war die Nacht und entsprechend tief der Schlaf!

    Mittwoch 16. September

    Riga - so das angepeilte Ziel für die nächste Etappe. Bei bestem Fahrwetter verabschiedeten wir uns von unserer sehr zu empfehlenden Herberge und machten uns auf Richtung estische Grenze.

    Parallel zur Strasse verlief ein kleiner Waldweg der zum fahren einlud.



    Um das Vergnügen noch zu steigern lag auf der anderen Strassenseite die Ostsee...

    Natürlich ist es kein Problem direkt ans Ufer zu fahren. Es gab zahlreiche Feuerstellen, im Sommer muss dies ein beliebtes Ausflugsziel sein.









    Eines der seltenen Fotos auf denen der Fotograf zu sehen ist:



    Über die lettische Grenze ging es wie immer ohne Kontrolle oder auch nur an einem Grenzposten vorbei.

    Gelobt sei die EU!



    In Lettland ging es so weiter wie es in Estland aufgehört hatte. Mit Schotter!


    Wellblech und Staub waren auf den nächsten Kilometern ein zuverlässiger Begleiter.



    Ein kleines Video noch von der estischen Seite:



    Ein Päuschen im Wald hatten wir uns wohl verdient...



    Angekommen in Riga mussten wir uns zunächst wie schon gewohnt durch den Stadtverkehr quälen und uns auf die Suche nach einem Hostel machen.

    Ein Reisebüro wollte uns die Nummer bzw. die Adresse nicht geben! Da kam Freude auf... Zum Glück konnten wir mit dem Handy ein offenes Wlan entdecken und somit über google eine Herberge direkt am Bahnhof finden.

    Ausserirdische:


    Die Herberge war günstig (16€ für beide) und wir hatten das 4-Bett Zimmer für uns allein.



    Das Restaurant welches uns vom Angestellten empfohlen wurde war ebenfalls sehr gut und wir konnten uns den Bauch vollschlagen - das war nötig nach Tagen des Darbens!



    Die Stadt selbst war sehr schön, übersichtlich genug, lebendig und bot einen überragenden Sonnenuntergang am Fluss.






    Riga ist jederzeit wieder einen Besuch wert! Wir hatten das Glück zentral und günstig zu wohnen, waren nicht erst in der Dunkelheit angekommen und konnten uns mit der Stadt ohne Stress bekannt machen...

    Donnerstag 17. September

    Zitat aus dem Reisetagebuch:

    "Boah, hat das gepisst heut morgen gegen 7 Uhr, jetzt - 9.20Uhr - sieht´s aber wieder gut aus."

    Nach der Befürchtung den ganzen Tag in Regenkombi durch Lettland brettern zu müssen kam es zum Glück anders. Das Wetter klarte auf, die Sonne kam hervor und Frühstück gab es etwas abseits der "Autobahn" an einem Fluss. Allerdings galt es vorher das Navi zu überlisten. Dieses schickte uns in Unkenntnis einer Umleitung zweimal im Kreis über eine Schnellstrasse.



    Schotterstrassen en masse...





    Zum Teil schön tief, so dass man sich in Kurven das ganze angesammelte Selbstvertrauen wieder zerstören konnte. Passt man nicht auf und guckt einfach vors Vorderrad kann man gewaltig die Linie versauen!


    Achja, die Kette musste auch mal gepflegt werden! Auf 5000km die KLR zweimal, die Kati dreimal! Blank waren die Kettenglieder hinterher -  das Spray war alle!


    Versiffte Kiste!


    Pause:



    Wellblech:



    Eine Unterkunft ist noch nicht in Sicht! In Russ (jetzt bzw. seit 60 Jahren Rusne)  war der Hund begraben und absolut niemand konnte Englisch oder Deutsch! Noch dazu waren die Leute unfreundlich und sogar die Polizisten wollten nichts mit uns zu tun haben, geschweige denn, dass sie Englisch konnten...

    Also zurück nach Silute!


    Ein Dach über dem Kopf zu finden hab ich in Jonas Aufgabenbereich abgeschoben, ich meinte wegen der Navigiererei von allen Pflichten entbunden zu sein! Sorry dafür Bruder!

    Viel Zeit bis zum Sonnenuntergang blieb uns nicht mehr und die ausgeschilderten Campingplätze waren entweder geschlossen oder nicht auf Gäste eingestellt! Richtig schön unfreundliche Menschen haben wir getroffen! Die Hunde waren allerdings noch besser und jagten neben den Moppeds her und versuchten uns in die Beine zu beissen. Das hat die Laune sehr gehoben und hätte mit einem Gemetzel geendet! Zum Glück waren wir schneller...



    Letzten Endes sind wir dann doch nicht gefressen worden und haben in Silute das einzige Hotel gefunden und uns dort einquartiert. Drei Sterne, Garage für die Moppeds, 45€ fürs Zimmer, Vox und RTL auf deutsch und Gruselathmosphäre in der Stadt!



    Die Vögel waren los!


    Nach ner Pizza in einem Restaurant mit deutschsprechender und vor allem hübscher Bedienung ging es völlig erledigt ins bequeme Doppelbettchen!

    Freitag 18. September

    Raus aus Litauen und ab nach Polen. Doch erst galt es die magische Anziehungskraft der Glotze zu überwinden. Zitat:

    "Fernsehen ist dermassen scheisse und ein riesen Zeitdieb. Ich kann jetzt nicht weiterschreiben - muß "Rupert der Bär" auf SuperRTL sehen. Denke gegen 10Uhr sind wir unterwegs!"

    Nachdem diese Hürde genommen war starteten wir... Moppeds aus der Garage und ab auf den Schotter entlang der litauisch-russichen Grenze.



    Einsame und staubige Strassen entlang der ehemaligen Memel und der russischen Grenze.


    Achtung Kurve!



    Und der Grenzübergang!



    Pause kurz vor Polen. Es wird frisch und Jonas fischt sich einen Pulli aus dem Koffer.



    In Polen ist dann erstmal orientieren angesagt. Plötzlich kennt das Navi wieder jedes Strässchen und bietet mehr als den gewohnten braunen Untergrund!

    Auffällig ist, dass wir die Grenze nur daran erkannt haben, dass auf einmal die Strassen asphaltiert waren! Blöde EU! Überall sponsorn die überflüssige Teerstrassen und machen das Flair des Ostens kaputt!


    Auf nach Masuren! Viel hatten wir bereits im Voraus davon gesehen und hätten es doch fast verpasst!

    Denkwürdig der Freitag Abend. Ich wollte eigentlich bis Allenstein (Olsztyn) durchknallen, aber Jonas hatte nach gut 500km  keine wirkliche Lust mehr weiterzufahren.
    Wir entschlossen uns deshalb bei Ryn einen Ort zum schlafen zu finden - gelandet sind wir im polnischen Märchenland! Ein altes deutsches Bauernhaus voller unfassbar freundlicher Polen hiess uns willkommen.

    Nachdem Jonas geklärt hatte, dass wir ein Zimmer mit Bad bekommen fuhr ich noch schnell über die staubige Piste zurück ins Dorf um ein paar Slottys zu holen. Als ich nach einer Dreiviertelstunde zurückkam war Jonas in heller Aufregung und vermutete mich gecrasht im polnischen Wald... Glücklicherweise hatte ich mich nur im Ort mit einer alten Dame verquatscht die - wie ich - froh war mal wieder ein paar deutsche Worte wechseln zu können.

    Wieder angekommen, musste ich wie Jonas zuvor in der Stube ein paar polnische Whiskeys und Becherovkas trinken... Es war zeichnete sich ab, dass man diesen Abend nicht nüchtern überstehen würde!

    Vor der Tür parkte ein Reisebus der ehemals im Erzgebirge die Touristen beförderte - im Vordergrund Chistoph der Probe saß!



    Die Moppeds parkten wir nach dringlicher Aufforderung in der Bar um sie jeglichen Einflusses von Außen zu entziehen! Überflüssig aber sehr nett!



    Nachdem wir bereits mit flüssigem versorgt worden waren gab es Abendessen von Maria!


    Nicht alles ganz nach unserem Geschmack, aber grossteils lecker und vor allem überlebenswichtig!

    Danach ging es an den See um den wirklich beeindruckenden Sonnenuntergang zu geniessen.



    Wow!

    Noch ein Blick auf die Bar in der wohl früher der Stall gewesen sein wird.



    Lange würden die Moppeds darin nicht mehr stehen bleiben...

    Es kreiste die Flasche bzw. das Pinnchen wurde herumgereicht.



    Der Förster, Marek -  der als einziger Englisch sprach und wirklich ausgesprochen nett war und meine Wenigkeit.


    Kurz darauf hatten wir die Moppeds auch schon aus der Bar verbannt und die feierwütigen Polen waren eingekehrt... Das bedeutete weitere Schnäpse für uns. Spass hat es auf jeden Fall gemacht.

    Polnische Lieder und herzliche Menschen!



    Irgendwann muss ich mich mit einer jungen polnischen Lehrerin unterhalten haben die Deutsch studiert hatte... Am nächsten Tag war das völlg vergessen. Das herauszufinden war etwas peinlich!

    Den Weg ins Bett müssen wir auch irgendwann gefunden haben...

    Samstag 19. September

    Erstmals aufgewacht gegen 11Uhr, aufgebrochen um halb zwei. Der Kater unglaublich. Die Landschaft vielversprechend.

    Schnell stand fest, dass wir an diesem Tag nicht weiterfahren würden und in den masurischen Wäldern etwas durch die Gegend knattern wollten!

    Nach kurzer Fahrt durchs Gemüse war der wunderschöne Rastplatz einfach zu einladend!

    Beide waren wir uns einig, dass es mit dem Kopf unmöglich war Mopped zu fahren. Wir waren völlig zerstört - und das im Paradies! Das hätten wir uns auch nicht träumen lassen.





    Nur die Zeit heilt alle Wunden! Die fürchterlich quietschende Wasserpumpe konnte uns auch nur kurzfristig von unseren Qualen erlösen. Schnaps ist einfach Gift!

    Nach einer guten Stunde gegenseitigen Versicherns, dass einem mindestens genauso schlecht sei wie dem anderen kam unverhofft Ablenkung des Weges!

    Zwei junge Polen (14 und 9 Jahre alt) kamen auf einem brandneuen 750er Suzuki Quad angepreschtt. Wir liessen uns nicht lange bitten und fuhren ihnen hinterher... Der Junge fuhr wie ein Bekloppter und wollte uns zeigen wo der Hammer hing!



    Die Wasserdurchfahrt verkniffen wir uns...


    Das Quad hatte trotz Allradantrieb ordentlich zu kämpfen!

    Die folgende Endurotour führte auf gut 50km quer durch den Wald, über Wiesen, Felder, Sand und Schotter und in irgendwelche Sandlöcher. Spass hat es allemal gemacht, positiver Nebeneffekt war, dass der Kater verflog und die Schockmomente wenn auf Sand in der Kurve das Vorderrad wegrutscht den Adrenalinpegel ordentlich steigerten!

    Diese Auffahrt war verflucht steil! Als wir unten angekommen waren fragte ich Jonas noch mit bangem Blick: "Kommen wir da auch wieder hoch?" Achselzucken und ein "Muss ja,ne?" waren die Antwort. Er meisterte es im ersten ich im zweiten Anlauf.


    Dreckspatzen! Achja das Feld war so bescheiden zu fahren, dass ich mir wünschte es ginge schnell vorbei! Tief und verflucht buckelig, dazu trifft man immer genau den einzigen Stein der im Weg liegt, ätzend!



    Nachdem wir wieder am Ausgangspunkt des Ausflugs angekommen waren bin ich noch ne Runde mit Kuba - so hiess der Quadpilot - gefahren. Der Junge fuhr wirklich wie ein Berserker... 100 km/h auf schmalsten Strecken! Aber auf dem Quad ist die Geschwindigkeit mit etwas Naivität machbar, schliesslich ist die Rückmeldung vom Boden gering, die Traktion ist immer da und ausbrechen tut höchstens das Heck wenn man es provoziert! Moppedfahren ist da in meinen Augen riskanter. Ein Fehler und du bekommst die Quittung!



    Danach war wieder entspannen am See angesagt. Füsse ins Wasser und die Szenerie geniessen.

    Alpinestars Werbefoto!


    Im Ort eine Cola und dann zurück zum Quartier.



    Angekommen!



    Posender Schwan...



    Sonnenuntergang in Masuren - umwerfend!




    Alle hingen an diesem Abend in den Seilen! Der Vorabend hatte sogar die Einheimischen geplättet!



    Abends gab es für die mit dem Bus angereisten Schulklassen ein Lagerfeuer und Quiz mit dem Förster!



    Der Schlaf war wohlverdient!

    Sonntag 20. September

    Ein letzter Blick in unsere Bude unter dem Dach. Überlieferten Aussagen zu Folge waren es Nachts nur 4° - gefroren haben wir dennoch nicht. Völlig untypisch für uns beide ist die Unordnung, normalerweise würden uns so nie wohl fühlen können...



    Eigentlich angedacht war die gut 220km bis nach Danzig (Gdansk) zu fahren und die Stadt anzusehen. Gekommen ist es dann ganz anders!

    Abfahrt:



    Kurz vor Danzig stand ein Schild welches die deutsche Grenze in gut 400km anzeigte. Das weckte, dessen bin ich mir sicher, in uns beiden unabhängig voneinander den Gedanken heimwärts durchzupreschen. An der Tanke bei Danzig einigten wir uns darauf es zumindest bis Stettin zu versuchen, In Stettin angekommen beschlossen wir noch "ein Stück" weiterzufahren, zumindest aber über die nur noch 40km entfernte Grenze! Da hatten wir wohlgemerkt schon über 600km polnischer Strasse ertragen müssen und sassen gute 8 Stunden auf dem Bock!

    Der Hintern und der Rücken schmerzten und es ging der Dämmerung entgegen. Die letzte Etappe einer Reise versuchen wir beide aber immer möglichst schnell hinter uns zu bringen und so beschlossen wir nach einem nervenzehrenden Stau den ich nicht auf dem Seitenstreifen passieren wollte und den Jonas dank der Koffer nicht in der Rettungsgasse durchqueren konnte bis in das Ferienhaus der Familie von Jonas Freundin zu fahren!

    Die Zwischenstopps wurden zahlreicher, mein Licht war nicht wirklich für Nachtfahrten geeignet beleuchtete es doch auf Alleen die Bäume von unten anstatt die Strasse von oben!



    Der Routenplaner spuckt 863km für die Strecke von Ryn nach Woltersdorf aus! Ich nehme an, dass es gute 900km waren. Nach etwa 13 Stunden auf dem Bock war der Schlafplatz also erreicht!

    Die Polenkarte einmal von Ost nach West bemalt an einem Tag!

    Wir Tiere :-)


    Montag 21. September

    Gut geschlafen hatten wir beide, aber der Rücken hatte die Tort(o)ur des Vortages noch nicht verziehen!

    Der Ausblick auf den Kanal war schön - genau wie die Landschaft.






    Nach einigen Stunden des Zögerns machten wir uns über die A2 auf den Weg ins etwa 350km entfernte Bielefeld.

    Zwischenstopp in Burg um etwas zu essen...



    Danach mit Todesverachtung und völlig ohne Lust die A2 herunter - Zwischenstopp bei einem bescheidenen BurgerKing 65km vor dem Ziel der Etappe...

    Miese Burger mit Knorpel und ungeschmolzenem Käse - willkommen daheim! Was einem weit weg wie Zivilisation erscheint ist aus der Nähe betrachtet doch keinen Deut besser!




    Dann endlich in Bielefeld - Bestandsaufnahme:

    Jop amtlich dreckig gemacht!





    Staub aus vielen Ländern...



    Tür auf und alles ist vorbei!


    Der nächste und letzte Tag führte uns nach Dortmund. Mit Todesverachtung legten wir noch einmal - dank Umleitung - 135km über Land zurück... Moppedfahren machte gar keinen Spass mehr.

    Dennoch gilt der letzte Satz aus dem Reisetagebuch:

    "Jetzt noch entspannen, alles im Kopf nochmal geniessen und dann wenn die Anstrengungen vergessen sind die nächste Reise planen."

    Fazi: & Fakten:

    Verbrauch KTM: 4,2l/100km

    Verbrauch KLR: 4,7l/100km

    Ölverbrauch KTM: 200ml

    Ölverbrauch KLR: 1700ml

    Kosten: Sprit und Unterkunft machen erwartungsgemäß den größten Teil der Kosten aus. Wer nicht in der Nebensaison unterwegs ist kann günstig campen. Bei uns waren die Plätze ab Schweden geschlossen. Wild zu campen  zogen wir im Baltikum nur einmal in Betracht als sich partout keine andere Möglichkeit zeigen wollte!
  • Paddeln auf dem Sommen - erste Bilder (15.09.2009 veröffentlicht in: Sommen 2009 in Schweden )
    Ich habe schon einmal die ersten Bilder vom Paddeln auf dem Sommen Anfang September.
    Wir sind getrennt (1 Auto / 2 Motorräder) bis zum Sommen (Insel Torpön) gefahren.
    Die Begrüßung an der Fähre in Puttgarden war nicht besonders einladend, die nächsten Tage auf dem Wasser zu verbringen....


    Da unseren Motorradfahrern die erste Gaskatusche im Kocher leergelaufen war, konnten sie ihr essen nicht zubereiten. Im Auto hingegen waren wir bestens versorgt.


    Gegen 16:00 fanden wir uns, zeitlich gut abgestimmt, auf dem sehr netten Campingplatz an der nördlichen Spitze von Torpön ein.


    Das Zelt steht schon und die Motorräder und das Auto sind noch gut bepackt. Bei wasserdichten Koffern am Motorad sollte jedoch darauf geachtet werden, dass diese nachts auch zu gemacht werden.... sonst regnet es rein... ;-)

    Regenkomi als Overall.... und das im Partnerlook...
    Am ersten Tag mussten wir die Boote im Regen beladen.... daher war es sehr praktisch, die Regenkleidung schon vorher anzuziehen.


    Nachdem der erste Regen überstanden war, kam die Sonne durch die Wolken und trocknete die nasse Kleidung. Die Gelassenheit zeigt: Uns stehen noch 6 Tage auf dem Wasser bevor.


    Unser Plan in diesem Jahr: Frischer Fisch zum Grillen auf dem abendlichen Lagerfeuer. Also begannen wir frühzeitig mit dem Angeln.


    Und das ging auch abends so weiter....
    In jeder Situation, wo wir nicht das Paddel in der Hand hielten, kam die Angel raus.


    Nach einem Schlenker um die Insel Vâkthult, einer weiteren Nacht, einem Abstecher nach Malexander um unseren Müll zu entsorgen, fanden wir diese Bucht in der Nähe unserer dritten Schlafstelle. Eine Felswand von ca. 25m, hier mit Blick hinunter auf die Boote. Leider gab uns diese Insel keine so gute Schlafmöglichkeit.


    Nach einer Nacht an einem kleinen Sandstrand (einen von sehr wenigen) umrundeten wir die südliche Spitze von Torpön am vierten Tag auf dem Wasser.


    Wir übernachteten auf der Insel Trollön und fuhren am nächsten Tag nur bis zum frühen Nachmittag. An einem schönen Felsen in der Sonne packten wir die Angeln wieder einmal aus und gingen später sogar noch zum zweiten Mal im Sommen schwimmen (ca. 16°C Wassertemperatur).




    Doch auh dieses Mal, war nichts am Haken. Wie schon die gesamten letzten Tage nicht. Der Sonnenuntergang an diesem Abend versöhnt jedoch ein bisschen.


    Nach einer Nacht ohne Zelt und mit einer sehr merkwürdigen Begegnung am Morgen, kamen wir am 6. Tag wieder am Campingplatz gegen 14:00 an.


    Es wurde um und ausgepackt und alle nassen Sachen getrocknet...
    Die letzte Nacht verbrachten wir in einer Stuga (wie schon in den Jahren zuvor).



    Fürs Erste!
    Dreas

    *edit*

    Hier ein Bild der Route:

    Google-Earth-Ansicht.jpg

  • Erstes kleines Update aus Helsinki (14.09.2009 veröffentlicht in: Rund um die Ostsee auf dem Moped - 2009 )

    Tach!

    Kurzer Zwischenbericht aus Helsinki...

    Bisher alles gut gelaufen, mal etwas gefroren, mal etwas nass geworden und Ruecken und Arsch sind auch nicht mehr wie vorher...

    Das Schaffell auf der Sitzbank ist jedoch wirklich zu empfehlen. 
     

    Gute 2000km liegen hinter uns, die KLR hat sich ca. 900ml Öl (4l Sprit pro 100km) gegönnt und Pannen sind bisher ausgeblieben. Nur nach der Woche paddeln musste ich sie anschieben...

    Mal sehen wie es im Baltikum wird. Campen wird jetzt schon zum Problem, denn gestern hat die Saison aufgehört und die Plätze haben geschlossen. Heute gibt´s ne Nacht im Schlafsaal im Youthostel im Stadion von Helsinki. Abwarten, ob sich die anderen zu benehmen wissen!


    Also bis denn, und drueckt uns die Daumen fuer eine pannen- und regenfreie Zeit.

    Tobias

    (Fotos kann man hier nicht hochladen)

  • Der Startschuss! ( 3.09.2009 veröffentlicht in: Rund um die Ostsee auf dem Moped - 2009 )
    Es geht gleich los....


    Heute noch entspannt die Reifen gewechselt, dabei den hinteren Schlauch gef***, neu gekauft und eingebaut. Dann gesehen, dass vorne platt ist... Vorn geflickt. Gepackt und gesehen, dass vorn wieder platt ist!

    Wir waren auch erledigt und haben unsere Mutter zum Schlauchkaufen geschickt  Rad wieder raus - siehe da, der Flicken hat sich gelöst.

    Gleich sollte es aber dann endgültig losgehen.


    Vorteil an der Sache, Reifen bzw. Schlauch wechseln können wir in 5 Minuten

    So letzte Fotos!







  • Ende der Vorbereitung... ( 1.09.2009 veröffentlicht in: Rund um die Ostsee auf dem Moped - 2009 )
    Das erste Motorrad ist bereit! Dir KLR hat ne neue Kopfdichtung bekommen, neues Öl und nen Hauptständer um die Wartung unterwegs zu erleichtern. -Tausend Dank an Micha hierfür -

    Die KTM bekommt am Tag der Abreise noch neue Reifen - Continental TKC 80. Die Michelin T63 haben zwar noch gut 2000km in sich,
    aber die neuen Pellen erst mitzuschleppen und unterwegs zu wechseln klingt eher unattraktiv





    Donnerstag Abend fahren wir also erstmal von Dortmund nach Bielefeld und dann am Freitag möglichst weit. Bis nach Schweden wäre gut, Dänemark akzeptabel. Autobahnen werden wir zu meiden versuchen und lieber über Nebenstrassen eiern.

    Die Spannung steigt!


    Update: Es ist gepackt.

    Der werte Herr guckt skeptisch, hat aber eigentlich keinen Grund dazu.







    Die Menge an Gepäck ist mehr als akzeptabel - für 3 Wochen und geschätzte 5000km.



























    Jonas bekommt die Koffer und den schwatten Packsack, Tobi die Moppedtaschen, die blaue Rolle und ironischerweise und der Gerecchtigkeit halber den KTM TANKRUCKSACK
  • Ostseetour 2009 ( 9.08.2009 veröffentlicht in: Rund um die Ostsee auf dem Moped - 2009 )
    Im September steht die erste "richtige" Moppedtour an. Ich fahre - wenn nicht ein verrecktes Mopped dazwischenkommt - mit Jonas vom 4 September bis ca. 26 September um die Ostsee. Wie der geneigte Leser mitbekommt ist davon eine Woche paddeln am Sommen eingeplant.

    Die Reise soll uns durch Dänemark - Schweden - Finnland - Estland - Lettland - Litauen - Polen und zurück nach Deutschland führen.

    Wir rechnen mit ca. 5000km Fahrt und einer schönen Zeit!

    Ne Packliste gibt´s auch schon. All sonen Kram werden wir im Laufe der Zeit dann hier veröffentlichen.

    So far....

    Tobi

  • Bald ist es soweit! Am 4.09.09 geht´s los... ( 9.08.2009 veröffentlicht in: Sommen 2009 in Schweden )
    So Freunde, ich schreib mal die Neuigkeiten hier rein.

    Am 4 September breche ich mit Jonas gen Schweden auf dem Mopped auf. Am 5 kommen Dre und Bensch mit dem Auto nach und wir treffen uns - wenn alles glatt geht - am Samstag Abend auf dem Campingplatz um am 6 mit den Booten zu starten.

    Das könnte Vorteile haben. Man ist nicht völlig erledigt und kann auch am ersten Tag schon ein paar Stunden die Paddel ins Wasser halten. Nicht, dass wir wieder Mittags nen Schlafplatz suchen und ab 15 Uhr im Zelt liegen

    Mückenmässig sollten wir in Südschweden noch Glück haben! Der Norden ist wohl viel stärker betroffen... Das werd ich dann mit Jonas auf der Tour um die Ostsee rausfinden.

    Fazit: Boote sind gebucht. Hütte ist gebucht. Anreise ist klar. Angel ist gekauft. Vorfreude ist groß und es muss nur noch eingekauft werden!

    JUHU!



    Tobi
  • Planung für 2009 ( 2.06.2009 veröffentlicht in: Sommen 2009 in Schweden )
    Jungs, mal n Artikel für uns selbst...

    Wem was einfällt das wir brauchen, machen sollten, evtl. vergessen könnten etc. REINSCHREIBEN!!!


    Bis jetzt sieht die Planung aus wie folgt:

    Wir fahren an den Sommen in Mittelschweden:



    Das ist nicht der grosse See links, sondern der kleine in der Bildmitte!

    Zeitpunkt:

    Gute Frage... Ich kann noch nichts genaues sagen, Ihr?

    Anreise:

    wohl wieder über Fehmarn und die Öresundbrücke

    Insgesamt 1078 km und ca. 11.5 std Fahrzeit



    Campingplatz / Bootsvermietung:

    Dieser hier in Malaxander:

    link

    Haben auch Häuser und Canadier... Nur ist die Seite beschissen und nur bruchstückhaft übersetzt.

    Liegt auf der grössten Insel im Sommen. Torpön.

    Ich hab mal deren Karte geklaut und unten eingefügt.

    oder dieser auf Torpön:

    link

    Canadier kosten 700Skr pro Woche und das Haus für den letzten Tag 500Skr!
    Liegt bloss für uns ungünstig am Nordufer des Sees (Malexander), dazu sollen die sanitären Einrichtungen ne Katastrophe sein!



    Habe noch Infos gefunden.

    Es gibt für die Region Sommenland eine Website auch auf deutsch link mit grosser Karte link

    Hier noch interessantes von Vorgängern:  link

    Mehr fällt mir grad nicht ein. Ergänzt nach Lust und Laune.

    (Eigentlich sollte ich lernen... Prokrastination link par excellance...)

    Tobi



    --- So es ist raus ---

    Wir fahren am Sonntag den 6. September gegen 4 / 5 Uhr morgens los.
    Die letzte Nacht verbringen wir wie gewohnt in der Hütte und reisen am Samstag den 12. September ab.

    Ich (Jonas) werd morgen bei dem Campingplatz in Malaxander anrufen und Boote mieten.
    Der andere Platz hat nämlich nur Plastikcanadier im Verleih!

  • Mountainbiken in der Bittermark (Dortmunder Stadtwald) (17.05.2009 veröffentlicht in: Outdoorhobbies )
    Ja... alle Fotos auf dem Kopf hochgeladen und das regt auf!

    Deswegen gibt´s auch noch keine Berichte!

    Jedenfalls ist der Wald ein ziemliches Paradies zum Biken. Kleine schmale Wege, Abfahrten, Reitwege, alles vorhanden! Dazu nicht zu klein und nicht zu gross. ouren lassen sich gut ausdehnen und ne Runde um den Harkort und Hengsteysee bieten Abwechslungen. Nur die Serpentinen von Hagen zur Hohensyburg sin ein Killer.
































  • Heliski in Kanada (19.01.2009 veröffentlicht in: Outdoorhobbies )
    Hey,

    ich dachte ich nutze den Blog mal, um euch ein paar Bilder vom Heliski in Kanada zu zeigen.


    Zur Übersicht:

    In Calgary bin ich gelandet, danach war ich zwei Tage in Lake Lousie im Skigebiet zum "Pre-Skiing" und dann eine Woche auf der Bugaboos Lodge. Gelb seht ihr außerdem das Gebiet eingezeichnet, dass mit dem Heli abgefolgen werden kann.


    Auf der Piste in Lake Louise bei Neuschnee.....


    Der Heli, der uns die Woche über 30.000 Höhenmeter wieder nach oben gebracht hat...


    und nun noch ein paar Bilder um ins schwärmen zu kommen, mehr gibt es, wenn wir uns sehen...








    ...
  • Alte Ems und etwas Kanal 2006 (26.11.2008 veröffentlicht in: Ems 2006 )

    Alles reinschmeissen und schnell noch Dre abholen und sich wundern wie seine Sachen auch noch reinpassen sollen. Das dicke grüne rechts ist übrigens die Isomatte der Prinzessin auf der Erbse. Übertrieben voluminös und deshalb seitdem aus dem Gepäck verbannt und ersetzt durch: link



    Alle(s) in die Boote!

    Los ging es bei Lingen am Hanekenfähr. Als Ziel stand mal wieder Meppen fest, die Fahrt aus Dortmund dauert knapp 2 Stunden und ist somit nicht der Rede wert.

    Im Hintergrund sieht man das Wehr. 


    Das Beladen der gemieteten Boote gestaltet sich angesichts des flach abfallenden kleinen Strandstückes als problemlos! 

    Das Wetter war super bis wir 5 Minuten auf dem Wasser waren. Ich erinner mich genau, dass es direkt anfing zu regnen... Kein Problem Müllsack übergezogen und weiter ging´s! Zum Glück war es nur ein Schauer...

     



    Nen Sonnenbrand hatte Jonas offensichtlich noch nicht!






     

    Unseren erster Schlafplatz teilten wir mit einigen Kühen! Der Ausstieg war äusserst schlammig und somit genau das richtige für Dre... Leider sind die tierischen Mitbewohner nicht mit auf dem Bildern. Etwas ungewöhnlich war von Ihnen geweckt zu werden... Offensichtlich waren die Biester zu faul ans Wasser zu gehen und leckten den Tau von den Zeltwänden. Das Geräusch war etwas schwer einzuordnen!

     

    Scheint als wären wir schwimmen gewesen.


    Guten Morgen Herr Bensch!

    UUUUaäääääääääääääh

     

     

    Kalt wars am frühen Morgen!


     
    Ein Blick ins aufgeräumte Zelt nach dem Frühstück. Es gab wie immer für Dre Müsli, für Jonas und Bensch Toast mit Ketchup und Senf - darauf Salami und für mich das Essen der Nationalmannschaft - Nutella auf Toast ;)

     

    Wieder auf dem Wass war es vor einem nicht überfahrbaren kleinen Wehr Zeit für eine Pause! Damals haben alle ausser Dre scheinbar noch geraucht... 

     

    Graue und weisse Wasserelefanten:




    Zwei Mann in einem Boot:



    Die heimische Tierwelt wusste zu beeindrucken, Muuuh!



    Und schliesslich das Wehr(chen)...

     

    Wenig beeindruckend in der Retrospektive - ich geb´s zu! Immerhin war es ne ordentliche Plackerei die vollbeladenen Boote von der Ausstiegsstelle bis zur Einstiegsstelle über Land zu schieben.

    Wer braucht Assauer und seine Frau, wenn man auch so Werbung für Schalker Bier machen kann?

    Pass auf sonst Fälltinswasser, hömma!

     

    Bring forward di next one!

    Nächstes Wehr, aber schieben war nicht... es ging lockere 500m über Asphalt und nochmal ein paar Meter auf und ab zur Ems. Dagegen war das erste Wehr echt Kindergeburtstag, ich glaub da haben Jonas und ich uns gegenseitig auf den Mond gewünscht! Wir mussten die Boote ausräumen, einzeln zu viert rüberschleppen und dann alle Brocken nachholen... Jeder musste also mindestens 3 mal hin und her laufen!

    Da kam Stimmung auf wenn einem der Bruder mit nem Kopfkissen und ner Dose Bier entgegenschlendert... 


    Trag doch ma was schweres du Ar****!

    Echt ey!




    Verdiente Pause!

     



    Und weiter geht´s gen Bokeloh (wenn mich nicht alles täuscht)





    Angekommen!

    Die Stelle ist wirklich idyllisch, aber leider nicht ganz so verlassen wie die anderen.

    Schön steil....

     


    Und wie es sich gehört haben wir Naturburschen uns den obligatorischen Sonnenbrand eingefangen!

     

    Sonne weg! 




    Sonne wieder da! 

    Scheinbar haben Jonas und Bensch vor der Tür geschlafen...

     



    Weiter ging es in den Dortmund-Ems Kanal. Die alte Ems mündet in diesen in Meppen.

    Die Zivilisation hatte uns fürs erste wieder und schon kamen die Raser und Drängler... pffft!

     


    Schnell runter vom Kanal und ab in einen toten Emsarm! Zelt aufbauen und dann noch ein bischen Faxen machen!


     
    Hmm, auf dem Land isses garnicht so kippelig! 

     

    Also auf in den Emsarm und wackeln was das Zeug hält...



    Und da isses passiert!  Wie sich das gehört in Fleecepulli, T-Shirt und Badehose ins Wasser gefallen!

    Grund genug für Jonas zu versuchen sich und Bensch auch zu versenken... mit hysterischen Schreien aus der vorderen Reihe liess sich das dann aber noch abwenden.

     Schnell wieder aufs Boot setzen und zurück ans sichere Ufer!



     Und alles anziehen was die Tasche noch hergibt...


     
     Igitt!!!!


     
    Wir haben Feuer gemacht! 

    Wenn ich mich recht entsinne konnte ich am nächsten morgen noch meinen Toast grillen. 1A!

     





    Das war auch leider schon der letzte Abend.

    Es galt zu packen, die leeren Dosen in einen Automaten zu verfüttern, das Auto wieder vollzustopfen und für das nächste Jahr Pläne zu schmieden!



     
    Schön wars!

    Landung an der Emsbrücke in Meppen und warten auf den Abtransport...

     

    Und die Route auf der Karte... Wie geschrieben Lingen --> Meppen.

     

    Fazit der "Reise":

    Fahrerisch nicht herausfordernd da immer flussabwärts, etwas gewöhnungsbedürftig ist der ständige Gegenwind, so dass man doch immer etwas padeln sollte. Schlafplätze lassen sich wie auch an der Hase recht leicht finden und bieten meist ungestörte Ruhe!

     Die Ausüstung waren dem wenig ambitionierten Zweck entsprechend simpel aber bis auf die Regenfestigkeit  ausreichend. 

    Für ein entspanntes Wochenende ist die Tour auf jeden Fall geeignet, wer sich ein bischen ins Zeug legt schafft die Strecke in 2 Tagen (dann aber viel paddeln!)...


    von Tobias 

  • Die Hase runter und die Ems wieder rauf 2005 (26.11.2008 veröffentlicht in: Hase und Ems 2005 )

    Nach der Tour des vorhergegangenen Jahres stand fest, dass wir eine etwas kürzere Strecke fahren wollten, andere Bootstypen brauchten um die Sachen venünftig verstauen zu können und, dass Chrissi nicht mehr mit von der Partie sein würde. 


    Los ging es wie immer damit Dre abzuholen.



    Angekommen an der Einstiegsstelle galt es die Brocken in den zwei Booten zu verstauen. Auf dem Foto kann nicht alles zu sehen sein. Es war MEHR!



    Die erste Pause bescherte uns Sonnenschein - und Jonas ein Schokobrötchen als Frühstück.



    Angekommen an der ersten Übernachtungsstelle feierten wir Jonas und meinen Geburtstag, es müsste der 22te gewesen sein. Ausgleich mit Dre! Nur Bensch liegt seit jeher in Führung.



    Bemerkenswert war der nächste Schlafplatz. Eine Kiesgrube bei Dörgen! Das Wasser hatte einen karibischen Farbtouch und ähnliche Temparaturen! Hätte Bensch nicht die Pose hoffnungslos versaut, wäre das ein gutes Foto geworden.


    Jonas mit grimmigem Blick:



    Dre mit WInd im Haar und im Hintergrund die menschgewordene Faulheit! Es hat Vorteile flußabwärts zu paddeln...




    Die Hase haben wir an dem Tag hinter uns gebracht. Da lag es nahe die alte Ems wieder stromaufwärts zu paddeln. Bei typisch emsländischem Gegenwind war das eine arge Schufterei aber für den sehr schönen Schlafplatz bei Bokeloh haben wir uns gern gequält. 


    Ungewohnterweise mussten wir den Platz bis tief in die Nacht mit anderen teilen. Kein Problem.



    Und das schien damals irgenwie witzig zu sein... Hmmmm



    Auf der Rückreise gab es dann nen ordentlichen Stau und die kurz verlassene Zivilisation hatte uns wieder.



    von Tobias

  • Auf der Hase 2004 (26.11.2008 veröffentlicht in: Hase 2004 )

    Hier berichte ich von unserer ersten Paddeltour die wir zusammen unternommen haben.


    Dieser Blog ist genau wie dieser Artikel im November 2008 entstanden, also sind die Reiseeindrücke schon leicht angstaubt ohne etwas von ihrem Ruhm verloren zu haben.

    Das Ziel war die Hase, ein kleiner Fluß im wunderschönen Emsland mit dem Ursprung im Teutoburger Wald bei Osnabrück und der Mündung in Meppen.

     

    Wir sind damals vier Tage unterwegs gewesen und haben dreimal übernachtet.

    Start war bei Essen in Oldenburg, geplanter Ausstieg und Ziel in Meppen. Wir haben aber in Haselünne Schluss gemacht, es ist nicht einfach Entfernung und Geschwindigkeit auf dem Wasser vorher zu kalkulieren, vor allem nicht wenn man zum ersten Mal so unterwegs ist.

    Wir haben damals ca. 50km zurückgelegt.

    Vielleicht ist es interessant zu wissen warum wir überhaupt paddeln wollten...


    Tobias und ich kennen das Emsland ziemlich gut da wir dort sehr viel Zeit bei unseren Großeltern verbracht haben.

    Verlassene Natur und vor allem Wasser gibt es im Ruhrpott, auch im grünerem Dortmund nicht besonders häufig, im Emsland aber reichlich!

    Wir haben als Kinder auf der alten Ems erst im Schlauchboot, dann in einem alten Faltboot (Klepper) schon mit Begeisterung gepaddelt.

    Damals noch in wechselnder Begleitung von Cousinen, Cousins und den jeweiligen Onkeln.


    Nun war die Idee alle "überlebenswichtigen" Klamotten in ein Auto zu packen und zu fünft für drei Tage völlig autark auf dem Fluss unterwegs zu sein.

    Geplant war zu viert in Dortmund zu starten und die Boote bei einem Studienfreund von Tobias auszuleihen.

    Als fünfter kam ich einen Tag später aus Weimar dazu, da ich noch im Studium zu tun hatte.

    Damals sind wir mit einem BMW 325eta Limousine gefahren- 2.7l Hubraum und etwa doppelt so viel Kofferraumvolumen.

     


    Die Anreise der vier samt Bootsausleih war wohl problemlos, meine späte Anreise, bzw. das finden gestaltete sich durchaus schwierig. Es ist selbst bei einem kleinen Fluß wie der Hase nicht einfach ein Boot zu treffen welches nicht genau sagen kann wo es sich gerade befindet! Aber es hat glücklicherweise geklappt!

    Das war das Bild was sich mir damals von der Brücke bot:


    Was mich erstaunt hat waren unsere Boote!

    Ein im wahrsten Sinne bunter Mix:

    - zwei kleine Plasikkajaks, einer blau einer gelb- eigentlich gebaut für Wasserpolo

    - ein altes Faltboot in blau

    - und eine orangener Zweimannwanderkajak namens "Pogge"

    Am Rande bemerkt sechs Sitzplätze für fünf Personen, aber besser so als andersherum!

    Aber nur so liess sich all unser Gepäck transportieren...

    Hier sieht man das verschlossene Gepäckboot (blau) während einer Rast am Ufer.



    Bensch paddelte mit Tobi im Faltboot, Dreas mit Chrissi in der "Pogge" und ich habe die beiden kleinen Boote den Fluss hinunter navigiert.

    Ein paar Impressionen:




    Von wo nach wo, geschweige denn wieviele Kilometer wir gefahren sind kann ich nicht mehr sagen, jedenfalls haben wir abends eine gute Stelle zum Zelt aufschlagen und übernachten gesucht.

    Hier Zelt und Dreas als verachtungs- und bewunderungswürdiger Dosenravioliesser


    Man beachte unser Vulcano drei Kammer sechs Personenzelt aus dem Kaufland.

    Bei irgeneinem Festival ist es einem Sturm zum Opfer gefallen, oder zumindest dort ruiniert worden- klare Versicherungsangelegenheit!


    Die Hase hat nicht gerade tropische Temperaturen was uns nicht schrecken kann.





    Tobi ist wie immer erster an Land um seine Shorts dem großen Publikum zu präsentieren.

    Es wird Zeit ein Bier zu trinken, man beachte den Westfalenstadionbecher!



    Am nächsten morgen geht es bei mäßigem Wetter weiter


    Unter den Bäumen am Ufer suchen wir Schutz vor dem immer fieser werdenden Regen




    Mit Profiausrüstung  ist das ja kein Problem



    Um dann schliesslich vollkommen nass und durchgefroren unter einer Brücke bei Herzlake Pause zu machen

    Nach einwenig Zivilisation geht es dann aber doch weiter.

    Das Wetter bessert sich und wir finden abends einen schönen Platz zum campen, es wird immer klarer ,daß wir unser Ziel Meppen nicht erreichen werden. Unser fünfter Mann ist nicht ganz einverstanden mit dem Verhältnis von Pause zu Paddeln, sieht aber als er wieder trocken ist ganz zufrieden aus!


    Tobi hat es ordentlich erwischt- man unterschätzt die Sonnen die den ganzen Tag ungehindert auf die Beine fällt leicht!



    Wir haben vorm Zelt etwas Platz unsere Wasserpolokajaks etwas zu testen und unseren Spass!

    Dreas



    und Jonas



    Schnell noch die Schlafsäcke überm Stacheldraht zum trocknen aufhängen


    und den Abend im Zelt in vollen Zügen geniessen


    Ein Phänomen!



    Am Sonntag hieß es dann einen geeigneten Ausstiegspunkt, also möglichst einen kleinen Anleger zu finden um die Boote an Land zu bekommen.

    Das ist uns mit der "drögen Polle" bei Haselünne auch gelungen.

    Hier der Aufbruch, zwei Mann bewegen vier Boote für die letzten Meter.



    Das war unsere erste Paddeltour und der Anfang unserer jährlichen Flucht in die Natur.


    Wenn man ein Fazit ziehen will kann man sagen das wir sowohl schlecht ausgerüstet, als auch schlecht informiert waren. Aber es ist wirklich kein Abenteuer den grauen Fluß hinunter zu paddeln, das schafft man auch schlecht vorbereitet.

    Eine große Verbesserung bei den folgenden Touren sind die Boote gewesen.

    Es sei jedem der mit kompletter Verpflegung mehrere Tage unterwegs ist empfohlen mit einem Kanadier zu fahren.

    Diese Boote haben einen großen Bootskörper der dementsprechend viel aufnehmen kann, allerdings ist der Wetterschutz nicht so gut wie bei Kajaks mit Spritzschutz.

    Wie immer gibt es Für und Wieder für unterschiedliche Boote, fest steht das Wasserpolokajaks einen beschi*** Geradeauslauf haben!


    Spass hat es uns trotzdem viel gemacht und wir haben viel gelernt!


    von Jonas

  • Campen (26.11.2008 veröffentlicht in: Prähistorisches - 2002/03 )
    Im Jahr 2002 sind wir ( Tobi, Dreas, Chrissi und ich + Dominique abends zu Besuch) in Richtung Haltern aufgerochen um ein paar nette Tage auf dem Campingplatz zu haben.
    Wir müssen auf die Dauercamper wie Ausserirdische gewirkt haben und haben uns zugegebenemaßen ähnlich fremd gefühlt.
    Die Idee war in Wassernähe am Wochenende ein paar Bier zu trinken und zu zelten- nicht wirklich originell.
    Das haben wir auch 2003 im August (wieder Tobi, Dreas, Chrissi und ich + Dominique abends zu Besuch)  auf dem selben Campingplatz gemacht...
    Danach war uns allen klar das wir was anderes machen müssen und haben dann die Idee gehabt in Norddeutschland paddeln zu gehen- was wir seitdem mit Freude und Begeisterung tun!

    Hier mal zwei alte Polaroidfotos aus 2002 (Fahrzeug VW Polo Fox 1.0l 40PS)


    und sehr niveauvoll...

    hier ein Google Plan:


    Nach ein wenig Suchen und mit Hilfe vom Haushaltsvorstand habe ich die alten Bilder wiedergefunden!

    Wir waren damals mit dem Scirocco unterwegs und haben glaube ich zwei Nächte auf dem Campingplatz verbracht.
    Ich glaub ich weiss jetzt auch wieder wie der Platz hieß: "Hoher Niemen"
    (http://www.hoher-niemen.de/)




    Das sind wir vier:


    Bruderherz beim chillen:


    Und so haben wir damals gehaust- nahe am Toilettenhaus und zwischen den ganzen Dauercampern.


    Nacht/abends dann Feuer machen und das ein oder andere Stift trinken...


    Jo, das wars auch schon...es scheint keine Bilder von ausserhalb des Platzes geben und wenn man ehrlich ist war da auch nicht so viel spannendes dabei.






    edit: muss noch die 4 Bilder gross hochladen...hat heute nicht funktioniert
  • Einmal rund um Bolmsö mit Abstechern (26.11.2008 veröffentlicht in: Bolmen 2007 in Schweden )
    Nach einigen Jahren Flussfahrt in heimischen Gefilden lockte das Abenteuer und wir folgten dem Ruf nach Norden!

    Via google haben wir Bolmen Marin & Fritid ausgemacht und von Deutschland aus Boote gemietet link .

    Die Reisezeit war geplant vom 26.05.2007 bis zum 31.05.2007.

    Die Route sprang geradezu ins Auge und wir mussten nur nach den geographischen Gegebenheiten richten.

    Hier die Karte:




    Zuerst galt es jedoch via Dänemark nach Schweden zu kommen.Für uns eine unbekannte Route und so liessen wir uns einfach den Weg vom Routenplaner ausspucken.

    Diese ging vorbei an Hamburg, Kiel, hinüber nach Fynen über die Storebaelt Brücke nach Sjaelland bis hinauf nach Helsingor und dann per Fähre nach Helsingborg.

    Dre wollte vorher auch noch abgeholt und sein Gepäck verstaut werden. Scheint eng gewesen zu sein...



    Den Fehler den wir 2008 machen würden ( Kreuz und quer auf dem Asnen ) nämlich zu spät zu tanken vermieden wir und bunkerten in Dänemark Benzin für unseren Strassenkreuzer!



    Um 4.40 war dann frieren vor dem Parkplatz der Fähre angesagt.

    Jonas und Ich: 



    Der werte Herr Bensch im kleinen Schwarzen (Poloshirt)



    Und der  überladene Fehlfarbene:



    Hah! Ich in kurzer Hose und der verschlafene Rest inzwischen komplett angezogen.



    Endlich angekommen... da laust ihn glatt der Affe.



    Es empfing uns eine sehr freundliche deutschsprechende Dame und zeigte uns Boote und Steg.

    Ausgeladen die Herren (und nicht das Auto im See versenken):




    Unsere Canadier siehe auch hier: link




    Angetreten Männers



    und der Rest



    Wie man unschwer erkennen kann sind die Boote sehr geräumig für unsere Zwecke genau das richtige.

    Is tief? Ja isses...




    Kaum abgelegt bot sich uns eine wirklich wunderschöne Aussicht:



    Glattes Wasser, feinste Morgensonne und MÜDIGKEIT nach durchwachter Nacht erwarteten uns!

    Erstmal rausfinden wo wir sind....



    OK, jetzt wo wir das wissen  können wir dann ja ne Pause machen....






    Der Zufall wollte es, dass Dreas Freund Bodo 2007 in Schweden ein Praktikum absolvierte. Von Dortmund aus hatten die beiden ein Treffen mitsamt Bodos Freundin Melanie geplant.

    Wir trafen uns dann auf einer kleineren Insel und begutachteten uns erstmal kritisch.




    Betrachtet und für gut befunden!

    Wirklich nette Freunde von Dreas die uns gerne noch länger hätten begleiten können!



    Sieht man´s?

    Die beiden hatten sich in ihrem flachen Aufblas-Boot die ein oder andere Ladung Wasser über die Beine geschaufelt.

    Da ist die Titanic in grün.



    Nach nem spannenden Rennen kamen wir alle um circa halb 2 an einem schönen Strand an!

    Für uns Dortmunder stand fest: Hier bleiben wir!

    (Wer das Rennen gewonnen hat ließ sich bisher nicht eindeutig klären!)

    The Beach:



    Uns war ar***kalt, wir waren todmüde und wollten nie wieder weg.

    Prompt kam jedoch ein Landsmann angeschlendert, gab sich als Hobbyhausmeister zu erkennen und liess durchblicken, dass wir ihn in seinem Revier nicht unwesentlich stören. Nicht erwähnenswert ist wohl, dass kein Schwede meckerte!

    Fazit war: Wir bleiben, er geht und wir scheissen ihm nicht in die Parzelle.

    Damit der Grill nicht ausgeregnet wird und troztdem ordentlich qualmt haben die beiden nen schicken Schirm aus dem Bulli gezaubert...



    Anschliessend haben wir gegessen, Öl getrunken, uns umarmt, ein bischen geflucht, dass es gerade mal 3 Uhr nachmittags war und vor allem gefroren!



    Cheers Bodo



    Slots mit 2.8 flinken Umdrehungen....



    Melanie & Bodo & Bulli aus MK




    Großzügige Platzverhältnisse auf beiden Seiten




    Weiter ging es ( zu sechst) am nächsten morgen....

    Unser Strand ist noch in Sicht.




    Row row row your boat gently down the stream...



    Nach ein oder zwei Stunden auf dem Wasser hiess es Abschied nehmen von Bodo und Melanie. An dieser Stelle nochmal Danke für Öl und Grillfleisch.




    Für uns ging es weiter Richtung Norden. Schliesslich wollten wir einmal um die Insel Bolmsö wieder zurück zum Ausgangspunkt der Reise gelangen.

    Boooaaack!

    Ein stolzer Erpel...




    Pause machen war jedenfalls angesagt.

    Hunger! Es gab Bockwürstchen aus und in der Dose gekocht und dazu Toast, jedenfalls war mir danach schlecht...





    Besonders tief war es jedenfalls nicht, oder kann der Mann ein bischen unter Wasser laufen?



    Nach kurzer Lagebesprechung steuerten wir dann das nächste potentiell zum schlafen geeignete Ufer an:



    UUUhhh, Äääähh falsches Foto...

    Weiter geht´s:



    Da lang.



    Sooo, Zelt steht. Es darf geköchelt werden.

    Beste Nudeln aus der Spaghetteria... Bensch und Dre je eine Portion und Jonas und ich teilen uns eine...



    Der Hunger treibt´s rein.

    Zwischenzeitlich haben wir das Zelt eingeräumt.



    Und dann ging es ab in den Bolmen:





    Danach erst ein kleines Feuer und dann ein grosses!



    Vorbereitung:



    Teamwork zahlt sich aus.



    Am nächsten morgen das übliche Bild. Einer tut so als ob er arbeite, der andere weiss, dass er es sonst tut!



    Wer wird denn da gleich so zerknirscht gucken?



    Nicht allzu weit und es folgte mein ABSOLUTER LIEBLINGSSCHLAFPLATZ(!).

    Ohne vernünftiges Essen zu paddeln bereitete mir böse Bauchschmerzen und so hielten wir kurzerhand auf einer seeehr kleinen Insel. Nach kurzem Protest hatte ich eine Übernachtung durchgesetzt bei der ich den schrägsten Schlafplatz zu wählen hatte.



    Unser Zelt passte so gerade eben drauf...

    Der Rest der Insel war felsig, bot uns aber die Möglichkeit die Boote an Land zu ziehen, zu spülen und uns später ein Feuer zu machen!





    Das Zelt steht und im Vordergrund bereiten wir den Kochplatz vor...



    Erst die Pflicht - Spülen-







    und dann die Kür - Feuer machen -



    Relax and enjoy...







    Der nächste Morgen. Das Zelt muss zusammengepackt werden und der Rest gehört ins Boot.

    Hier stand das Zelt...




    Einrollen und dann los:




    Dre plagt sich noch mit der Trinkwasserpumpe - wahrscheinlich völlig sinnlos- aber dafür im Schlagschatten...




    Im Hintergrund die Insel meiner Träume:





    Bensch und Jonas als Nachzügler...

    Danach kam das härteste Stück der Tour auf uns zu.

    Es spricht für sich, dass keine Fotos von der Umrundung des Nordens des Bolmen aufgenommen wurden.

    Wir hatten heftigen Gegenwind, unerwartet hohe Wellen die uns trotz frontalen Wellenganges immer wieder kräftige Portionen Wasser in die Boote und dazu eine fürchterliche Plackerei um die Insel bescherten.  Immerhin erwiesen sich die Linder Canadier als halbwegs seetüchtig, so dass wir mit Wind und Strömung im Rücken die nächsten Ziele ansteuern konnten.



     Dieses Foto zeigt schon den Rückenwind der widerum einiges an Kurskorrektur erforderte ;)



    Leider gibt es keine Fotos vom "Kap"

    Die nächste Schlafstelle wurde nach kurzem Streit dann auch entschieden.

    Angemerkt sei, dass Jonas mit späterer Stunde immer munterer und paddelwilliger wird, während der Rest der Meute einfach nur den Tag zu Ende bringen möchte...

    Es lief letztendlich auf diese Stelle hinaus:



    Miststelle...

    Alles voller Treibgut, Schaum und obendrein haben Jonas und ich die einzige Dosenmahlzeit der gesamten Zeit probiert.... Mexikanischer Bohneneintopf! NIE WIEDER....





    Kocherei....



    Glücklich.... zumindest ein bischen.

    Weiter geht´s...




    Der nächste Tag sollte uns etwas unerwartet treffen!

    Mit Sturm hatten wir bis dato eher nicht gerechnet. Als wir jedoch am Morgen aufbrachen um uns auf die Reise gen Campingplatz zu machen wurde uns schnell bewusst, dass die nächste Schlafstelle nicht ohne Arbeit zu erreichen sein würde.

    Es war ein heftiger Kampf! Nach einer kurzen Pause in der Nähe von Ferienwohnungen in der Hoffnung, dass sich der Wind legen würde und wir nen Laden finden könnten ging es wieder aufs Wasser.





    Durchatmen war angesagt. Saukalt und eigentlich zu windig...

    Als wir nicht mehr konnten haben wir einen kleinen Privathafen angesteuert um etwas Schutz vor den Wellen zu haben.







    Leider kann man auf den Fotos nie die Höhe der Wellen erkennen. Der Schaum spricht jedoch für sich.


    Der Besitzer dieses Anwesens hat uns dann jedenfalls gnadenlos verjagt und wir beschlossen bis zum Campingplatz durchzukacheln...

    Vorher musste sich Jonas noch der nassen Sachen entledigen:





    Unser Refugium auf Zeit!

    Und das wars mit Wasser und Sturm. Mit zusammengekniffenen Arschbacken ging es bis zum Campingplatz...



    Ausgepackt:



    Und eingezogen! Die typischen Schweden Hütten sind einfach genial.



    Abendstimmung:




    Blick vom Bett...


    Leider waren wir nicht in der Sauna, dafür gab es ausgiebige Duschorgien und gepflegte Sanitärhäuser.



    Aufstehen, packen, losfahren und aufs nächste Jahr freuen.



    Der Rückweg ging dann über Rödby nach Fehmarn und nicht wie auf dem Hinweg durch ganz Dänemark...

    Auf der Fähre mussten wir noch unsere Devisen einlösen:



    Im Auto:



    Fazit der ersten Schweden Reise:

    Alles richtig gemacht. Tolles Land, toller See, gute Boote, die letzte Nacht in der Hütte und die Dusche vor der Fahrt waren sehr angenehm und auch die Ausrüstung war angemessen.


    Noch auf der Rückfahrt stand fest: Wir kommen wieder.

    Weit weg, aber die Reise wert...



    von Tobias
  • Kreuz und quer auf dem Asnen (26.11.2008 veröffentlicht in: Asnen 2008 in Schweden 2008 )
    10-15.06.08

    Das war unser zweiter Paddelurlaub in Schweden, wir haben den Asnen via Google-Earth zufällig gefunden.
    Der See schien uns in seiner Größe und Entfernung nach Dortmund als gutes Reiseziel.
    Fragt man heute ein Navi wieviele Kilometer es sind spuckt es 900km und ca. 10std Fahrzeit aus.
    Das bedeutete für uns wir brechen nach dem abendlichen Fußballspiel der damaligen EM auf, holen Dreas ab und fahren in Richtung Norden.
    Fahrbarer Untersatz war mein 316i BMWcompact mit einem für ein Auto dieser Größe gutem Stauraum und enormen Komfort. Man muß natürlich in Betracht ziehen mit welchen Autos wir sonst unterwegs waren!
    Ein Novum ist die Dachbox die wir mitnahmen.

    Luftdruck überprüfen an der Tanke in Dortmund

    Die Fahrt war ziemlich problemlos und mit abwechselnen Fahrern und Schläfern auch entspannt.
    Eine Fährfahrt von Fehmarn nach Rodby ca. 40 min und wir hatten Dänemark unter den Füßen.
    Unter Deck

    Auf der Fähre





    Leider haben wir einen Fehler gemacht: Wir haben versucht morgens in Dänemark vollzutanken!
    Das ist eine miese Idee, alle Tankstellen machen erst um fünf Uhr morgens auf und und sind in der Zwischenzeit nur mit Karte zu bedienen. Zum Glück hat Dominique rausgefunden wie das funktioniert.
    Tankstellensuche


    Der Campingplatz war gegen 9 Uhr dann erreicht und sehr schön gelegen.Die Besitzer waren nicht besonders freundlich, aber was solls!
    Der Platz ist trotzdem zu empfehlen, wer Interesse hat:link .
    Hier noch ein Luftbild von Google:


    Wir haben dann sofort die Boote bekommen- das Modell was wir schon aus dem Vorjahr vom Bolmen kannten:
    link
    Erstmal alles abladen und in Richtung Anleger schleppen

    Wie man sieht ist es schon ganz schön windig!
    Der Anleger ist perfekt zum beladen da er hinter dem Ausleger relativ ruhiges Wasser schafft.

    An den Baumwipfeln erkennt man den Wind!

    Ist auch wichtig!

    Anstatt der wasserdichten Weithalstonnen hatten wir diesmal wasserdichte Taschen vom Bootsverleih bekommen- nicht unbedingt ein Fortschritt!

    Die Wellen, man sieht wie der Ausleger das Wasser zurückhält


    Unser Startpunkt bei Sirkön:


    Wir sind leider nicht besonders weit gekommen.
    Schon beim ablegen haben Dreas und ich eine Unmenge an Wasser beim wenden ins Boot bekommen.
    Mit den vollbeladenen Kanadieren hatten wir keine Chance gegen den auflandigen Wind anzupaddeln und haben hinter der nächsten kleinen Insel Schutz gesucht.
    Vorm Wind geschützt haben wir im Schilf überlegt wie wir weitermachen.




    Wir, bzw. alle ausser mir schlafen erstmal ne Runde:


    Im trüben in der Haltung eines NavySeals


    Fast unisono waren wir der Meinung das wir zurück zum Campingplatz paddeln sollten. Ein herber Rückschlag, aber auf Grund des kritischen Windes und vor allem der Wellen eine vernünftige Entscheidung. Hatten wir doch schon auf dem Weg vom Anleger zur Insel die Kanadier an ihrem absoluten Grenzbereich bewegt. Aus dem letzten Jahr kannten wir "rauhes Wasser" schon vom Bolmen, waren damals schon verwundert was ein See an Seegang aufbieten kann, aber der Asnen hat dies noch getoppt.
    Jedenfalls sind wir mit Rückenwind (ohne Tomas D. ) zurückgefahren.
    Hier jetzt ein paar Impressionen vom stationären Dasein.
    Ersteinmal der Seegang

    unser Zeltplatz


    zwar nicht in Polen, aber trotzdem alles im Blick

    Landgang, tschuldigung -Gesundheit!


    Wir haben einen wertvollen Tag an Land verbracht was anfangs nicht weiter schlimm im Nachhinein aber sehr schade war!
    Landgang abends und Ersatzbeschäftigung:


    Wir haben unseren Landgang mit Müßiggang verbracht...
    Frühstück


    Wir waren mit einer uralten Rute gekauft 1996 in Florida angeln, besser wir haben es zumindest versucht.

    echte Bruderliebe!


    Erwischt! Der mag doch gar keinen Fisch!




    Der grosse Kentertest


    Am Abend unseres zweiten Tages in Schweden haben wir uns ans Wasser gesetzt und gehofft das wir am nächsten morgen los können.
    Im Hintergrund sieht man den inzwischen abgerissenen Teil des Ablegers und gute Freunde.

    Fotograf


    die Bucht für die Motorboote



    und hier das Logo der Fortbewegungsfreunde

    Dominique

    und noch einige Bilder vom Abend



    blödsinnmachend


    Da wir zum ersten Mal eine Angel dabei hatten und wenig Ahnung von der Materie hatten haben wir uns bei freundlichen Anrheinern erkundigt was zu tun ist falls man etwas fängt.
    Und das hat man uns sehr anschaulich erklärt!




    Abends Feuer, ohne Fisch, is klar!


    Schliesslich sind wir nach zwei Nächten auf dem Platz aufgebrochen um den See zu erkunden. Das Wetter ist gut, relativ kühl, leicht windig und der See flach.
    Endlich wieder Meter machen und den Weg geniessen!



    Sonderlich weit sind wir wahrscheinlich nicht gekommen, aber nach der vorherigen Stagnation ein deutlicher Fortschritt!
    Wie immer haben wir vor der gänzlichen Dunkelheit nach einem geeigneten Nachtlager Ausschau gehalten und eines gefunden.
    Eine kleine Insel inmitten des Sees mit bemoostem Boden und reichlich Steinen.
    Erster Eindruck von Dre:

    Lagerstelle

    Anlegemanöver

    Feierabend


    Zeit ein Haus...ein Zelt aufzubauen!



    Wir hatten ein gutes Abendessen und einen schönen Abend und haben uns nach ein paar Faxen ins Zelt gelegt.






    Faxen:

    Feuer!

    Manfrotto im Hintergrund Benjo im Vordergrund

    Am nächsten morgen brennt der ganze Boden rund um die Feuerstelle des Abends als Schwelbrand weiter, hat auch genug Kraft um Tobis Toast zu wärmen.
    Wir sind bereit weiter zu fahren und brechen nach kurzem, teils deftigem Frühstück auf.



    Ein für uns kurioses Hindernis!
    Der See sieht aus als ob er endete, nur ein Nadelöhr führt wie es unsere Karte anzeigt weiter in den nächten Abschnitt!
    Ein Erlebnis!


    fiese Weitwinkelaufnahme, man beachte die großen Hände!

    nach dem Nadelöhr


    Es geht weiter bei angenehmen Temperaturen und gutem Schnitt.
    Mit viel Ruhe und Gemütlichkeit wird die Angel ausgeworfen und dem Abend entgegengetrieben.
    Ein paar Portraits:
    links

    rechts

    müde?

    nööö



    Pause an Land an einem Fischzuchtbecken?!



    raus mit der Angel, wozu haben wir denn eine Angelgenehmigung gekauft?!

    und etwas entspannen

    feiner lens-flare bei 28mm


    dem Abend entgegentreiben

    Der Landeplatz ist super, auf den zweiten Blick!






    und Abendessen


    und zufrieden?!


    Eine schöne Insel mit einem fetten Hinkelstein darauf.
    Hier vom Hinkelstein gesehen

    versteckt zwischen den Bäumen

    Abendravioli


    am nächsten morgen Dreas vom Hinkelstein gesehen

    und ich auf dem Steinchen

    Rein in die Boote und rauf aufs Wasser.

    Es sollte ein intensiver und schöner Paddeltag werden.



    Das Wasser war ruhig und der Himmel voller weisser Wolken die der Sonne nur manchmal Platz machten.

    Zeit ein paar Bilder zu machen.

    Abends sind wir an unserem Ausgangspunkt angekommen und haben die Boote entladen.



    Wir haben gut geplant, für die letzte Übernachtung ist noch genug zu essen da, ein paar Dosen Bier haben wir auch noch.
    Wie schon im Vorjahr auf dem Bolmen möchten wir eine Nacht in einer schwedischen Hütte schlafen bevor wir die Heimreise am nächsten morgen antreten. Man kann auf dem Campingplatz duschen und muß die lange Autofahrt nicht völlig dreckig starten.
    Typische Hütten


    Abends nocheinmal alles revuepassieren lassen und dann ab in den Schlafsack.

    Vor der Abreise

    Auf der Heimfahrt


    Dreas hat ein GPS dabeigehabt das unsere Route aufgezeichnet hat. Hier ein Bild der Route in Google Earth


    Es war eine sehr schöne Paddeltour, der Asnen bietet viel Abwechslung und unser Startpunkt war gut gewählt.
    Leider hatten wir an den ersten beiden Tagen zuviel Wind um gut fahren zu können und mussten auf dem Campingplatz übernachten.
    DIe anderen beiden Schlafplätze waren dafür super!
    Unsere Ausrüstung war gut, haben wir doch mit den Jahren dazugelernt und aufgerüstet.
    Für die nächste Reise steht vor allem gutes Regenzeug und eine anständige Angel auf dem Plan.
    Auch unser Proviant war gut bemessen- wir hatten alles dabei was wir brauchten.

    Mit riesiger Vorfreude auf den Sommen 2009

    Jonas
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